Nageldiagnostik

Der gesunde Nagel hat eine glatte Oberfläche ohne Riefen und Rillen, einen ganz normalen Glanz, eine leicht rosa Färbung, eine leicht angedeutete Wölbung, eine gewisse Elastizität und einen normalen Nagelmond. Die menschlichen Nägel sind im ständigem Wachstum, pro Woche zwischen 0,25 und 0,4 mm. Erkrankungen des Körpers können beispielsweise an der Überproduktion an Schilddrüsenhormonen oder schlechter Blutversorgung erkannt werden. Die Nägel wachsen dementsprechend schnell oder langsam. Selbst Vergiftungen, Stoffwechselstörungen oder Rheuma können ihre Spuren an den Nägeln hinterlassen. Rissige, verformte, glanzlose Nägel können ein Hinweis auf Vitamin- und Mineralstoffmangel sein. Allergien, Verdauungs- oder Durchblutungsstörungen oder auch Hauterkrankungen können sich so zu erkennen geben.

Was sagt die Form, Oberfläche und Farbe von Nägeln aus?

Veränderung der Form:
Krallennägel (verdickte und gekrümmte Nägel): Durchblutungsstörungen
Plateaunägel (in der Mitte eben, seitlich abfallende Nägel): Magen- Darm- Leiden, Blutbildung
Uhrglasnägel (nach oben gewölbte Nägel): Leber, Lunge, Eisenmangel
Milchglasnägel (weißlich trübe Nägel): bei entzündlichen Darmerkrankungen, Leberzirrhose

Veränderung der Farbe:
Gelbe Fingernägel: Leberleiden, Gelbsucht, Schuppenflechte, Pilzinfektion, Medikamenteneinwirkung
Blasse Farbe: Anämie (Blutarmut)
Blaue Nägel: eventuell Herz- oder Lungenerkrankung
Weiße Flecken sind im Übrigen harmlos. Sie entstehen, wenn beim Wachstum Luft im Nagel eingeschlossen wurde.

Veränderung der Oberfläche:
brüchige und abblätternde Nägel: Mangel an Mineralstoffen und Spurenelementen
Brüchige Nägel: Mangel an Mineralien und Spurenelenten

Nagelrillen

Längsrillen:
sind in der Regel harmlos. Sie treten mit zunehmendem Alter auf. Manchmal sind sie auch angeboren. Einzelne Längsrillen können auch auf Hauterkrankungen oder rheumatoide Arthritis hinweisen.

„Löffelnägel“:
Ist die Nagelplatte löffelartig eingesenkt und vorn nach oben gebogen, besteht der Verdacht auf Eisenmangel, Vitamin C-Mangel oder eine Schilddrüsen- oder Stoffwechselstörung.

Grübchen Stecknadelkopfgroße:
Eindrücke können ein Anzeichen für eine beginnende Schuppenflechte sein.

Querrillen:
können auf Eisen- oder Biotinmangel hinweisen. Möglicherweise auch ein Hinweis auf Vergiftungen oder Störungen von Leber, Nieren oder Darm. Wachsen die Rillen nicht heraus, sollten Sie einen Arzt konsultieren.

 

 

 

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